Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung

Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gun­gen sind mit Abstand am häu­figs­ten – aber ins­be­son­de­re in sol­chen Fäl­len kann anwalt­li­che Unter­stüt­zung den ent­schei­den­den Unter­schied machen. Denn häu­fig beach­ten Arbeit­ge­ber wich­ti­ge Rege­lun­gen nicht oder kün­di­gen aus einer spon­ta­nen Lau­ne her­aus.

Sofor­ti­ges Han­deln ist über­aus wich­tig, da Ihnen nach Erhalt der frist­lo­sen Kün­di­gung ledig­lich 3 Wochen für einen Ein­spruch blei­ben!

Was ver­steht man unter einer ver­hal­tens­be­zo­ge­nen Kün­di­gung?

Ver­hal­tens­be­zo­ge­ne Kün­di­gun­gen erfol­gen im All­ge­mei­nen dann, wenn der Arbeit­ge­ber von einer Ver­let­zung des Arbeits­ver­trags durch den Arbeit­neh­mer aus­geht. Sie kön­nen ordent­lich oder außer­or­dent­lich sein und wer­den durch die Arbeits­ge­rich­te grund­sätz­lich als „Not­brem­se“ ver­stan­den. Daher ist es zwin­gend not­wen­dig, dass der Arbeit­ge­ber vor der Kün­di­gung min­des­tens eine Abmah­nung aus­ge­spro­chen hat!

Was für Ver­hal­tens­ver­stö­ße jedoch in die Kate­go­rie der „Not­brem­se“ fal­len, und wel­che nicht, hat der Gesetz­ge­ber nicht im Detail aus­ge­führt. Das kann unter Umstän­den zu Ver­wir­rung füh­ren, wes­halb es sich ein­ge­bür­gert hat, ver­hal­tens­be­zo­ge­ne Grün­de in so genann­te Fall­grup­pen zu unter­tei­len. Je nach Fall­grup­pe ver­än­dern sich auch die Chan­cen auf einen erfolg­rei­chen Ein­spruch.

Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung auf­grund schlech­ter Arbeits­leis­tung

Eine sehr gro­ße Grup­pe bil­den die Fäl­le, in denen sich die Vor­wür­fe auf die Arbeits­leis­tun­gen des Arbeit­neh­mers bezie­hen. Dazu zäh­len Feh­ler im Arbeits­pro­zess, häu­fi­ges Ver­spä­ten oder eine gänz­li­che Arbeits­ver­wei­ge­rung. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist in die­sem Zusam­men­hang jedoch eher sel­ten.

Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung auf­grund von Ver­stö­ßen gegen die Betriebs­ord­nung

Ähn­lich häu­fig sind Fäl­le, in denen gegen die Betriebs­ord­nung ver­sto­ßen wird. Alko­hol­miss­brauch, Pri­vat­ge­sprä­che mit dem Fir­men­te­le­fon oder Fehl­ver­hal­ten bei Krank­heit wer­den hier häu­fig genannt. Der gel­ten­de Richt­wert ist die s. g. Vor­werf­bar­keit des Ver­sto­ßes. Bei einer Alko­hol­sucht bei­spiels­wei­se ist der Miss­brauch nur bedingt als vor­sätz­li­cher Ver­stoß bewertbar.

Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung auf­grund zer­stör­ten Ver­trau­ens

Die vor­ge­wor­fe­ne Pflicht­ver­let­zung kann jedoch auch im Ver­trau­ens­be­reich ange­sie­delt sein. Beson­ders wenn Straf­ta­ten wie Belei­di­gun­gen, Tät­lich­kei­ten, Dieb­stahl oder sexu­el­le Beläs­ti­gung ange­führt wer­den, wird die Kün­di­gung häu­fig frist­los und ohne vor­he­ri­ge Ver­war­nung aus­ge­spro­chen.

Ich ste­he Ihnen zur Sei­te

Wel­cher Fall auch auf Sie zutrifft, kon­tak­tie­ren Sie mich umge­hend, damit in einem kos­ten­lo­sen Vor­ge­spräch geklärt wer­den kann, ob ein Ein­spruch in Ihrem spe­zi­el­len Fall sinn­voll ist und mit wel­chen Kos­ten Sie rech­nen müs­sen.