Deckungs­an­fra­ge bei der
Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Wich­ti­ge Hin­wei­se für einen Auf­trag zur Ein­ho­lung einer Deckungs­zu­sa­ge bei Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Nach dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz han­delt es sich um eine „eige­ne Ange­le­gen­heit“, wenn sich der Rechts­an­walt für sei­nen Man­dan­ten um eine Deckungs­zu­sa­ge bei des­sen Recht­schutz­ver­si­che­rung küm­mert.

Ich bin bereit, mich für Sie zu Beginn des Man­dats bei Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung zu mel­den und den Schrift­ver­kehr dort­hin zu über­sen­den.

Die meis­ten Rechts­schutz­ver­si­che­rer geben sich regel­mä­ßig nicht mehr mit der blo­ßen Über­sen­dung des Schrift­ver­kehrs zufrie­den, son­dern erwar­ten zusätz­li­che detail­lier­te Stel­lung­nah­men zum Sach- und Streit­stand und zu den Erfolgs­aus­sich­ten. Häu­fig sind sei­ten­lan­ge Schrift­wech­sel not­wen­dig, um den Umfang mei­ner Tätig­keit dar­zu­le­gen (Anzahl und Inhalt der Bespre­chun­gen mit Ihnen, Zeit­auf­wand der Vor­be­rei­tung eines Gerichts­ter­mins und eini­ges mehr). Das leis­te ich für Sie.

Deckungs­an­fra­ge für das außer­ge­richt­li­che und gericht­li­che Tätig­wer­den des Anwalts

Anders als bei der Bera­tung ist es eigent­lich die Regel, dass der Anwalt die Deckungs­an­fra­ge wegen der Tätig­keit im außer­ge­richt­li­chen Bereich und spä­ter für den gericht­li­chen Bereich selbst ein­holt. Obwohl die Ein­ho­lung der Deckungs­an­fra­ge eigent­lich eine eigen­stän­di­ge Ange­le­gen­heit ist, rech­ne ich die­se “Zusatz­leis­tung” nicht extra gegen­über Ihnen ab.

Die Anfra­ge durch den Anwalt ist sinn­voll, da die­ser den Sach­ver­halt und auch die recht­li­che Wer­tung (Erfolgs­aus­sich­ten) bes­ser dar­stel­len kann als der Man­dant. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung erteilt in der Regel zunächst die Deckungs­zu­sa­ge für das außer­ge­richt­li­che Tätig­wer­den und wenn die­ses geschei­tert ist, erst für das gericht­li­che Tätig­wer­den des Anwalts.

TIPP: Neh­men Sie nicht den von Ihrer Ver­si­che­rung emp­foh­le­nen Rechts­an­walt

Sie haben das Recht, einen Anwalt frei zu wäh­len. Sie kön­nen sich den Rechts­an­walt suchen, der Ihnen am geeig­nets­ten erscheint.

Der von Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung emp­foh­le­ne Anwalt wird Ihre Sache wahr­schein­lich nicht unbe­dingt opti­mal bear­bei­ten. Rechts­schutz­ver­si­che­run­gen schlie­ßen mit Rechts­an­wäl­ten beson­de­re Koope­ra­ti­ons­ver­trä­ge ab, bei denen die Rechts­an­wäl­te nur eine gerin­ge­re Ver­gü­tung für ihre Tätig­keit berech­nen dür­fen. Im Rah­men eines Gegen­ge­schäfts bekom­men die Anwäl­te durch die Ver­si­che­rung aller­dings Kun­den­emp­feh­lun­gen. Der Rechts­an­walt, der die­sen Koope­ra­ti­ons­ver­trag mit der Ver­si­che­rung abschließt, bekommt zwar mehr Man­dan­ten, wobei dann die höhe­re Quan­ti­tät sei­ne gerin­ge­re Ver­gü­tung wie­der aus­glei­chen muss. Das geht dann aber oft nur durch Absen­kung der Qua­li­tät. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung muss pro Man­dat weni­ger bezah­len und spart so Geld.

 

Dabei sind Sie nicht gera­de der Gewin­ner. Der über die Emp­feh­lung der Ver­si­che­rung beauf­trag­te Rechts­an­walt hat weni­ger Zeit für Ihren Fall, da er mehr Man­da­te für die­sel­be Ver­gü­tung bear­bei­ten muss. Die Inter­es­sen der Rechts­schutz­ver­si­che­rung haben die­se Rechts­an­wäl­te auch immer zu berück­sich­ti­gen. Die Unab­hän­gig­keit und best­mög­lichs­te Ver­tre­tung, die Sie von einem Rechts­an­walt benö­ti­gen und erwar­ten kön­nen, ist durch einen von der Ver­si­che­rung gestell­ten Rechts­an­walt also nicht zwin­gend gewähr­leis­tet. Die­ser Anwalt ist also wohl oder übel “Die­ner zwei­er Her­ren”. Das soll­ten Sie immer berück­sich­ti­gen, wenn Sie Ihre Inter­es­sen durch­set­zen wol­len.