Außer­or­dent­li­che / Frist­lo­se
Kün­di­gung — Was ist zu tun?

Ihnen wur­de außer­or­dent­lich gekün­digt? Dann soll­ten Sie in jedem Fall einen Anwalt hin­zu­zie­hen. Denn in sehr vie­len Fäl­len beach­ten Arbeit­ge­ber die gesetz­li­chen Rah­men nicht und machen sich Ihre Unwis­sen­heit zunut­ze.

Sofor­ti­ges Han­deln ist über­aus wich­tig, da Ihnen nach Erhalt der frist­lo­sen Kün­di­gung ledig­lich 3 Wochen für einen Ein­spruch blei­ben!

Wann spricht man von einer außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung?

Eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung zeich­net sich im Gegen­satz zur ordent­li­chen Kün­di­gung dadurch aus, dass das Arbeits­ver­hält­nis unter Anga­be eines spe­zi­el­len Grun­des ohne die übli­che Kün­di­gungs­frist been­det wird. Sie ist durch § 626 BGB gere­gelt. Außer­or­dent­li­che Kün­di­gun­gen las­sen sich gene­rell in betriebs-, ver­hal­tens- und per­so­nen­be­zo­ge­ne Kün­di­gun­gen unter­schei­den, wobei gera­de ver­hal­tens­be­ding­te Grün­de sehr häu­fig sind und Ver­hand­lungs­spiel­raum bie­ten.

Wie ste­hen Ihre Chan­cen gegen eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung anzu­kom­men?

Grund­sätz­lich ist eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung für den Arbeit­ge­ber nicht ohne wei­te­res durch­führ­bar. Er muss sich dabei an ver­schie­de­ne Fris­ten, Rege­lun­gen und Bestim­mun­gen hal­ten und bewei­sen, dass das Ihnen vor­ge­wor­fe­ne Fehl­ver­hal­ten zukünf­tig nur durch eine frist­lo­se Kün­di­gung ver­hin­dert wer­den kann.

An die­sem Punkt kann ich anset­zen und Ihre Inter­es­sen ver­tre­ten!

Wuss­ten Sie bei­spiels­wei­se, dass dem Arbeit­ge­ber nach § 626 Absatz 2 Satz 1 und 2 BGB nach Kennt­nis­nah­me des Vor­falls ledig­lich zwei Wochen blei­ben, um Ihnen die Kün­di­gung zukom­men zu las­sen?

Zudem muss der Arbeit­ge­ber nach § 102 des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes (BetrVG) zwin­gend den Betriebs­rat über die Situa­ti­on infor­mie­ren und vor Aus­stel­lung der Kün­di­gung des­sen Reak­ti­on abwar­ten, für die der Betriebs­rat wie­der­um bis zu drei Tage Zeit hat.

Genau­so wich­tig ist es in den aller­meis­ten Fäl­len, die nicht mit dem Ver­trau­ens­be­reich in Ver­bin­dung ste­hen, dass zuvor min­des­tens eine Ermah­nung aus­ge­spro­chen wur­de! Ist dies nicht gesche­hen, bestehen gute Chan­cen, dass die außer­or­dent­li­che Kün­di­gung unzu­läs­sig ist.

Eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­on für Schwan­ge­re und Müt­ter ist, dass eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung grund­sätz­lich nicht in den ers­ten 4 Mona­ten nach Geburt des Kin­des aus­ge­spro­chen wer­den darf!

Was auch immer der Grund ist – zögern Sie nicht, mich umge­hend zu kon­tak­tie­ren!

Bei einer Deckungs­an­fra­ge gegen­über Ihrer Rechts­schutz­ver­si­che­rung hel­fe ich Ihnen ger­ne. Hier erfah­ren Sie mehr.