Auf­he­bungs­ver­trag & Abwick­lungs­ver­trag: Wo lie­gen die Vor- und Nach­tei­le?

Die Begrif­fe „Auf­he­bungs­ver­trag” und „Abwick­lungs­ver­trag” wer­den im Arbeits­recht oft unter­schieds­los ver­wen­det. Dabei unter­schei­den sich die­se Ver­trä­ge in einem Punkt gra­vie­rend von­ein­an­der: Mit einem „Auf­he­bungs­ver­trag” wird die Auf­he­bung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses ver­ein­bart. In einem „Abwick­lungs­ver­trag” wird hin­ge­gen die „Abwick­lungeines bereits ander­wei­tig (i. d. R. durch Kün­di­gung) been­de­ten Arbeits­ver­hält­nis­ses gere­gelt. Bei den zu beach­ten­den Rege­lungs­punk­ten gibt es Schnitt­men­gen.

Grün­de für einen Auf­he­bungs­ver­trag

Einen Auf­he­bungs­ver­trag abzu­schlie­ßen kann im Inter­es­se des Arbeit­neh­mers lie­gen (bei­spiels­wei­se, um schnellst­mög­lich zu einem ande­ren Arbeit­ge­ber wech­seln zu kön­nen) oder vom Arbeit­ge­ber gewünscht sein (nicht sel­ten beglei­tet von der Aus­sicht, andern­falls eine Kün­di­gung zu erhal­ten).

Auf­he­bungs­ver­trä­ge nie­mals unter Druck unter­schrei­ben!

Wich­tig ist: Wer­den Sie über­ra­schend mit einem vor­ge­fer­tig­ten Auf­he­bungs­ver­trag kon­fron­tiert, unter­schrei­ben Sie die­sen – egal, wie sehr und mit wel­chen „Argu­men­ten” Sie unter Druck gesetzt wer­den – nie­mals sofort. Einen ver­nünf­ti­gen Grund, Ihnen nicht einen oder meh­re­re Tage Zeit zur ein­ge­hen­den Über­prü­fung zu geben, gibt es nicht. Viel eher ist bei einem „jetzt oder nie”-Angebot größ­te Vor­sicht gebo­ten!

Wich­ti­ge Inhal­te eines Auf­he­bungs­ver­tra­ges prü­fen!

Man­che Rege­lun­gen soll­ten in einem Auf­he­bungs­ver­trag nie feh­len. Ist ein Been­di­gungs­grund ange­ge­ben? Die­ser Punkt kann bei der Fra­ge nach einer Sper­re beim Arbeits­lo­sen­geld sehr wich­tig sein! Ist klar defi­niert, wel­che Gehalts­an­sprü­che bis zum Been­di­gungs­ter­min bestehen? Sind varia­ble Ver­gü­tun­gen und Boni (ggf. antei­lig) berück­sich­tigt? Ist die Mög­lich­keit zu einem vor­zei­ti­gen, kurz­fris­ti­gen Aus­stieg aus dem Arbeits­ver­hält­nis ein­ge­räumt? Müs­sen Sie bis zum Been­di­gungs­ter­min wei­ter­ar­bei­ten, und was gilt ggf. in Bezug auf einen Dienst­wa­gen? Ist die Zeug­nis­no­te fest ver­ein­bart?

Hin­wei­se zu Abwick­lungs­ver­trä­gen

Beim Abwick­lungs­ver­trag ist zu beach­ten, dass dem Abschluss eines sol­chen in der Regel der Aus­spruch einer Kün­di­gung durch den Arbeit­ge­ber vor­aus­geht. Im Abwick­lungs­ver­trag regeln die Par­tei­en die „Abwick­lung” des Arbeits­ver­hält­nis­ses bis zum Been­di­gungs­ter­min. Ganz ähn­lich wie beim Auf­he­bungs­ver­trag soll­ten auch hier u. a. fol­gen­de Rege­lun­gen nicht feh­len, die bereits oben in Bezug auf einen Auf­he­bungs­ver­trag erwähnt wur­den und der Voll­stän­dig­keit hal­ber noch ein­mal auf­ge­führt wer­den.

Wich­ti­ge Inhal­te eines Abwick­lungs­ver­trags

Ist klar defi­niert, wel­che Gehalts­an­sprü­che bis zum Been­di­gungs­ter­min bestehen? Sind varia­ble Ver­gü­tun­gen und Boni berück­sich­tigt?

Ist die Mög­lich­keit zu einem vor­zei­ti­gen, kurz­fris­ti­gen Aus­stieg aus dem Arbeits­ver­hält­nis ein­ge­räumt? Müs­sen Sie bis zum Been­di­gungs­ter­min wei­ter­ar­bei­ten, und was gilt ggf. in Bezug auf einen Dienst­wa­gen? Ist die Zeug­nis­no­te fest ver­ein­bart?

Sind noch Fra­gen offen?

In einem per­sön­li­chen Gespräch klä­re ich mit Ihnen den Sach­ver­halt auf, bewer­te einen ggf. bereits vor­ge­leg­ten Auf­he­bungs- oder Abwick­lungs­ver­trag und lege gemein­sam mit Ihnen die Stra­te­gie fest.

Wenn der Tren­nungs­wunsch vom Arbeit­ge­ber aus­geht, geht es hier häu­fig um eine Abfin­dung. Um Ihre Chan­cen auf eine sehr gute Abfin­dung zu erhö­hen, besteht mei­ne Auf­ga­be dar­in, in Ver­hand­lun­gen mit dem Arbeit­ge­ber den hohen Bestands­schutz Ihres Arbeits­ver­hält­nis­ses her­aus­zu­ar­bei­ten. Je bes­ser Ihre Chan­cen dar­ge­stellt wer­den, umso höher wird die Abfin­dung sein, die der Arbeit­ge­ber bereit ist zu zah­len.

Wen­den Sie sich ver­trau­ens­voll an mich. Wir wer­den Ihren Fall ana­ly­sie­ren und die opti­ma­le Lösung für Sie fin­den.