Ände­rungs­kün­di­gung – Was ist zu beach­ten?

Ganz all­ge­mein wird von einer Ände­rungs­kün­di­gung gespro­chen, wenn der Arbeit­ge­ber einer­seits Ihren alten Arbeits­ver­trag kün­digt, ande­rer­seits aber einen neu­en, abge­än­der­ten Ver­trag anbie­tet. Das kann gesche­hen, um auf ver­än­der­te wirt­schaft­li­che Umstän­de zu reagie­ren und es muss nicht immer zu Ihrem Nach­teil sein – kann es aber. Eine umsich­ti­ge Eva­lu­ie­rung des Vor­schlags ist daher das obers­te Gebot!

Vor­aus­set­zun­gen für eine Ände­rungs­kün­di­gung:

Ände­rungs­kün­di­gun­gen sind nach § 2 des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes (KSchG) gere­gelt. Egal aus wel­chen Grün­den der Arbeit­ge­ber eine Ände­rungs­kün­di­gung durch­füh­ren möch­te, er hat sich dabei an gesetz­lich fest­ge­leg­te Regeln zu hal­ten. Er muss eine Sozi­al­aus­wahl durch­füh­ren, die Ände­run­gen ein­deu­tig for­mu­lie­ren, Eig­nung und Not­wen­dig­keit der Maß­nah­me begrün­den sowie dar­auf ach­ten, dass die Ände­run­gen zumut­bar sind. Zudem dür­fen die Ände­run­gen nicht gegen gel­ten­des Gesetz oder bereits exis­tie­ren­de Tarif­ver­trä­ge ver­sto­ßen.

Wie reagie­re ich auf eine Ände­rungs­kün­di­gung?

Soll­te Ihnen eine Ände­rungs­kün­di­gung schrift­lich zuge­hen, haben Sie meh­re­re Hand­lungs­mög­lich­kei­ten. Zunächst gilt wie bei jeder Kün­di­gung: Sie haben ledig­lich drei Wochen Zeit, auf die Kün­di­gung zu reagie­ren! 

Einer­seits kön­nen Sie den Ände­rungs­vor­schlag ohne Ein­spruch anneh­men, oder aber die Kün­di­gung anneh­men, den neu­en Ver­trag jedoch ableh­nen. In die­sen Fäl­len ist eine Kla­ge nicht not­wen­dig, es sei denn, Sie sind sich nicht sicher, ob der Ände­rungs­vor­schlag sozi­al gerecht­fer­tigt ist (§ 1 Abs. 2 Satz 1 bis 3, Abs. 3 Satz 1 und 2 des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes (KSchG)). Dann kön­nen Sie den Vor­schlag unter Vor­be­halt anneh­men und inner­halb der drei­wö­chi­gen Frist mit­tels einer Ände­rungs­schutz­kla­ge die Recht­mä­ßig­keit des Vor­schlags über­prü­fen las­sen.

Gibt es Mög­lich­kei­ten den alten Arbeits­ver­trag zu behal­ten?

Soll­ten Sie Ihren alten Arbeits­ver­trag behal­ten wol­len, haben Sie die Mög­lich­keit, eine s. g. Kün­di­gungs­schutz­kla­ge zu erhe­ben. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie im Fal­le einer Pro­zess­nie­der­la­ge den Ände­rungs­ver­trag anneh­men möch­ten oder nicht.

Rufen Sie mich kos­ten­los und unver­bind­lich an!

Egal wie Sie sich ent­schei­den: Um bei einer Ände­rungs­kün­di­gung die rich­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen zu kön­nen, ist in jedem Fal­le eine recht­li­che Bera­tung zu emp­feh­len. Ansons­ten lau­fen Sie Gefahr, Fris­ten nicht ein­zu­hal­ten und unter Umstän­den benach­tei­ligt zu wer­den. Ger­ne infor­mie­re ich Sie in einem per­sön­li­chen Gespräch über mög­li­che Schrit­te und etwai­ge Kos­ten.