Abfin­dung auf­grund lan­ger Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit?

Vie­le Arbeit­neh­mer gehen davon aus, dass Ihnen gene­rell eine Abfin­dung bei einer bestimm­ten Dau­er der Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit zusteht. Das ist aber nicht der Fall. Wenn ein Arbeit­ge­ber eine Kün­di­gung aus­spricht, kann sich die Fra­ge einer Abfin­dung erst in einem Kün­di­gungs­rechts­streit stel­len. Dabei kauft der Arbeit­ge­ber mit einer Abfin­dung dem Arbeit­neh­mer das Risi­ko ab, dass die von ihm aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung nicht wirk­sam ist.

Risi­ko Ver­zugs­lohn – Arbeit­ge­ber auf­ge­passt!

Das Risi­ko des Arbeit­ge­bers ver­grö­ßert sich auch noch um den so genann­ten Ver­zugs­lohn. Bei dem Ver­zugs­lohn han­delt es sich um den Lohn, den der Arbeit­neh­mer im Nach­hin­ein ver­lan­gen kann, wenn das Gericht ers­ter, zwei­ter oder drit­ter Instanz fest­stellt, dass die aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung unwirk­sam war. In die­sem Fall hat der Arbeit­neh­mer einen Lohn­an­spruch für die Ver­gan­gen­heit.

Stellt das Arbeits­ge­richt zu einem spä­te­ren Zeit­punkt fest, dass die vom Arbeit­ge­ber aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung unwirk­sam ist, hat der Arbeit­ge­ber dem Arbeit­neh­mer den Lohn bis zur rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung sei­nes Kün­di­gungs­rechts­strei­tes zu ent­rich­ten. Die­ses wirt­schaft­li­che Risi­ko wird vom Arbeit­neh­mer also mit einer Abfin­dung abge­kauft.

Die Höhe der Abfin­dungs­leis­tung ist dabei abhän­gig von dem Arbeits­ein­kom­men des Arbeit­neh­mers, der Dau­er sei­ner Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit und den Erfolgs­aus­sich­ten bei der Kün­di­gungs­schutz­kla­ge.

Regel­ab­fin­dung bei Ver­zicht auf eine Kün­di­gungs­schutz­kla­ge

Es kann aber auch in einem Sozi­al­plan oder einem Inter­es­sen­aus­gleich eine ent­spre­chen­de Rege­lung geben. So wer­den von Arbeit­ge­bern Kün­di­gun­gen aus­ge­spro­chen, und es wird eine Regel­ab­fin­dung nach § 1 a Kün­di­gungs­schutz­ge­setz ange­bo­ten, wenn der Arbeit­neh­mer kei­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge erhebt.

Bemes­sung der Abfin­dungs­sum­me

Übli­cher­wei­se wird pro Jahr der Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit eine Abfin­dungs­sum­me in Höhe eines hal­ben Monats­brut­to­loh­nes ange­nom­men. Die­se Abfin­dungs­sum­me kann sich erhö­hen oder redu­zie­ren. Das hängt immer vom Ein­zel­fall und auch von den Pro­zess­aus­sich­ten des Arbeit­neh­mers ab.

Die Höhe der Abfin­dung steht also in einem direk­ten Ver­hält­nis zu den Erfolgs­aus­sich­ten der erho­be­nen Kün­di­gungs­schutz­kla­ge. Je gründ­li­cher und je pro­fes­sio­nel­ler eine Kla­ge vor­be­rei­tet ist, des­to erfolg­rei­cher kann eine hohe Abfin­dung durch­ge­setzt wer­den.

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